Vier Gruppen statt hundert Kategorien
Ein Haushaltsbuch ordnet Ausgaben auf zwei Ebenen. Die erste sind vier Gruppen, sie beantworten die Frage „Was für Geld ist das?“. Die zweite sind Kategorien, bis zu zehn pro Gruppe, sie sagen „wofür“. Die Gruppe bestimmt den Plan, die Kategorie zeigt, wo du sparen kannst.
| Gruppe | Was dazugehört | Richtwert |
|---|---|---|
| BEDARF | Miete und Nebenkosten, Strom, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen, Kinder | bis 60 % |
| WÜNSCHE | Restaurant, Freizeit, Kleidung, Streaming und Abos, Hobby | 10–30 % |
| RÜCKLAGEN | Notgroschen, Sparziel, Sondertilgung, Geldanlage, Altersvorsorge | ab 10 % |
| SCHULDEN | Mindestraten für Kredite, Kreditkarte und Ratenkäufe | bis 15 %, mit Baufinanzierung bis 33 % |
Dazu kommen EINNAHMEN (Gehalt, Kindergeld, Steuererstattung) und SONSTIGES für Einmaliges. Umbuchungen zwischen deinen eigenen Konten stehen für sich, die Summen deiner Ausgaben bleiben davon unberührt.
Sinnvolle Kategorien: wohin mit welcher Ausgabe?
- Versicherungen wie Haftpflicht, Hausrat und Kfz gehören zu BEDARF, in eine eigene Kategorie. Jahresbeiträge teilst du durch 12.
- Strom, Handy, Internet und Rundfunkbeitrag passen in eine Kategorie „Strom und Verträge“, weil du sie alle auf einmal vergleichst, einmal im Jahr.
- Deutschlandticket, Tanken, Werkstatt und Kfz-Steuer stehen zusammen unter „Mobilität“.
- Streaming, Fitnessstudio und Apps sind WÜNSCHE in der Kategorie „Streaming und Abos“. So siehst du alle laufenden Abos in einer Summe.
- Sparplan, Tagesgeld und Sondertilgung sind RÜCKLAGEN: Dieses Geld bleibt bei dir.
- Kreditraten und Dispozinsen gehören zu SCHULDEN. Mit dem Schuldenrechner siehst du, wann diese Gruppe auf null steht.
Rhythmus: zwei Minuten, zehn Minuten, eine halbe Stunde
- Täglich, 2 Minuten. Die Einkäufe von gestern bekommen eine Gruppe. Fünf Ausgaben sind fünf Tipper. Nach einer Woche ist es eine Gewohnheit, nach einem Monat hast du die ganze Übersicht.
- Wöchentlich, 10 Minuten. Der Anteil jeder Gruppe neben dem Richtwert und der Betrag, der übrig bleibt. Eine Entscheidung für die nächste Woche: welche Kategorie bei WÜNSCHE du kürzt oder wie viel du zu RÜCKLAGEN dazulegst.
- Monatlich, 30 Minuten. Der Haushaltsplan mit Beträgen für jede Gruppe im nächsten Monat (Vorlage im Haushaltsbuch), der Dauerauftrag für dein Ziel am Zahltag und eine Sondertilgung, wenn etwas übrig ist. Die Reihenfolge zeigt der Plan Schulden abbauen.
Die Umschlagmethode in der Online-Version
Die Umschlagmethode, bekannt durch Dave Ramsey und heute als Cash Stuffing, arbeitet mit Bargeld in Umschlägen: einer für Lebensmittel, einer fürs Tanken, einer für Freizeit. Ist ein Umschlag leer, warten die Ausgaben dieser Kategorie bis zum nächsten Gehalt. Dasselbe Prinzip funktioniert online: Jede Gruppe hat ein Limit, und Groworth zeigt, wie viel im Umschlag übrig ist, immer als Wort und Betrag neben der Farbe, also auf einen Blick auch auf dem Handy.
Der Vorteil der Online-Version: Kartenzahlungen und Überweisungen landen auch im Umschlag, per CSV-Kontoauszug oder Bankanbindung, und die Summen rechnen sich selbst.
Fixkosten, variable und unregelmäßige Ausgaben
- Fixkosten (Miete, Raten, Verträge, Abos) trägst du einmal im Monatsplan ein. Sie zeigen, wie viel für alles andere bleibt.
- Variable Ausgaben (Lebensmittel, Tanken, Freizeit) sortierst du täglich. Hier liegt das Sparpotenzial: Jede Kategorie hat ihre eigene Summe, so siehst du, wo du ansetzt.
- Unregelmäßige Ausgaben (Kfz-Versicherung, Urlaub, Geschenke, Nebenkostennachzahlung) teilst du durch 12 und legst den Betrag jeden Monat in RÜCKLAGEN unter „Sparziel“ zurück. Bei 600 € Kfz-Versicherung im Jahr sind das 50 € im Monat, und zum Januar liegt der ganze Beitrag bereit.
So erstellst du deine eigene Liste
- Starte mit dem Kontoauszug vom letzten Monat. Jede Zahlung bekommt eine Gruppe; eine Kategorie entsteht erst, wenn in der Gruppe mehrere Ausgaben derselben Art stehen. Drei Einkäufe im Supermarkt sind die Kategorie „Lebensmittel“, ein neues Fahrrad ist noch eine einzelne Ausgabe.
- Eine Kategorie, eine Entscheidung. „Lebensmittel“ und „Restaurant“ stehen getrennt, weil jede zu einer anderen Änderung führt: Wochenplan fürs Essen oder Mittagessen von zu Hause. „Strom und Verträge“ stehen zusammen, weil du sie gemeinsam vergleichst.
- Eigene Namen. Die Liste oben ist ein Startpunkt. Mit Kind kommt „Kinder“ dazu, mit Hund „Haustier“. Jede Kategorie bekommt ihre eigene Farbe, so erkennst du sie im Diagramm sofort.
- Nach einem Monat durchsehen. Eine Kategorie mit einer einzigen Ausgabe im Monat legst du mit einer anderen zusammen; eine Kategorie, die wächst, teilst du in zwei. Die Liste wächst mit deinem Haushalt.
Vier Gruppen mit drei bis acht Kategorien in jeder, also 15 bis 25 insgesamt, halten das Sortieren schnell, und jede Summe sagt dir etwas.
Heft, Excel oder App
| Heft | Excel | Groworth | |
|---|---|---|---|
| Start | Stift und Heft | Vorlage herunterladen | kostenloses Konto |
| Ausgaben | Kassenbons abschreiben | Kontoauszug einfügen | CSV-Kontoauszug oder Bank |
| Summen und Richtwerte | am Sonntag ausrechnen | Formeln | nach jeder Ausgabe |
| Ziel | am Rand notiert | eigenes Tabellenblatt | Level 1–100 bis zum Betrag |
Jeder der drei Wege funktioniert mit einem festen Rhythmus. Heft und Excel brauchen den Sonntag, die App zwei Minuten am Tag im Budgetplaner online.
Kategorien und dein Ziel
Die Liste der Kategorien zeigt, wo dein Geld ist. Das Ziel zeigt, wofür du es ordnest: 4.500 € Notgroschen, das Eigenkapital für die Wohnung, schuldenfrei. In Groworth hat das Ziel einen Betrag und der Weg dorthin 100 Level. Jede Überweisung zu RÜCKLAGEN und jede Tilgung über der Mindestrate hebt dein Level; die ersten 250 € im Monat findest du mit dem Artikel Geld sparen Tipps.
Häufige Fragen
Welche Kategorien gehören in ein Haushaltsbuch?
Für den Anfang: Miete und Nebenkosten, Strom und Verträge, Lebensmittel, Mobilität und Versicherungen (BEDARF), Restaurant, Freizeit, Kleidung und Abos (WÜNSCHE), Notgroschen und Sparziel (RÜCKLAGEN) sowie deine Kreditraten (SCHULDEN). Ergänze, was in deinem Haushalt regelmäßig vorkommt.
Wie viele Kategorien sollte ein Haushaltsbuch haben?
Vier Gruppen mit drei bis acht Kategorien in jeder. Mit bis zu zehn pro Gruppe bleibt das Sortieren schnell, und jede Summe zeigt dir, was du ändern kannst.
Wie trenne ich Fixkosten und variable Ausgaben?
Fixkosten trägst du einmal im Monatsplan ein, variable Ausgaben sortierst du täglich, unregelmäßige teilst du durch 12 und legst sie jeden Monat in RÜCKLAGEN zurück.
Wohin gehören Versicherungen im Haushaltsbuch?
Zu BEDARF, in eine eigene Kategorie „Versicherungen“. Jahresbeiträge wie die Kfz-Versicherung teilst du durch 12 und legst den Betrag jeden Monat zurück.
Funktioniert die Umschlagmethode ohne Bargeld?
Ja. Der Umschlag ist das Limit einer Gruppe oder Kategorie. Online siehst du, wie viel darin übrig ist, auch für Kartenzahlungen und Überweisungen.
Ist die Liste kostenlos?
Ja. Die Liste auf dieser Seite funktioniert ohne Anmeldung, und in Groworth sind Gruppen, Kategorien, Ziel und Level kostenlos, ohne Zeitlimit.