Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?
Die übliche Antwort: 3 bis 6 Monate notwendiger Ausgaben. Notwendig ist, was du auch in einem knappen Monat zahlst: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen und Mindestraten. Urlaub, Restaurant und Neuanschaffungen zählen nicht mit, deshalb ist das Ziel kleiner als deine gesamten Ausgaben und schneller erreicht. Viele Ratgeber nennen drei bis sechs Nettogehälter; mit den Fixkosten wird die Zahl genauer.
Notgroschen = notwendige Ausgaben pro Monat × Monate Absicherung
Bei 2.100 € Fixkosten im Monat sind 3 Monate 6.300 €, 6 Monate 12.600 € und ein ganzes Jahr 25.200 €.
3 oder 6 Monate: wer mehr braucht
Drei Monate passen zu einem Haushalt mit zwei sicheren Einkommen, in dem niemand sonst versorgt wird. Wähle 6 Monate oder mehr, wenn:
- ein Einkommen den Haushalt trägt: du lebst allein, oder in der Familie verdient eine Person.
- du selbstständig oder freiberuflich arbeitest und dein Einkommen von Monat zu Monat schwankt.
- Kinder oder andere Menschen von dir abhängen.
- du eine Baufinanzierung hast oder ein neuer Job in deiner Branche meist länger dauert.
Für 9 oder 12 Monate wähle im Rechner Andere und gib die Zahl ein.
Rechenbeispiel
2.100 € Fixkosten im Monat und 6 Monate Absicherung ergeben ein Ziel von 12.600 €. Mit 3.000 € auf dem Konto fehlen noch 9.600 €.
- Mit 400 € im Monat ist der Notgroschen in 24 Monaten voll.
- Der erste Monat ist schon abgedeckt (1,4×). Drei Monate, also 6.300 €, stehen in 9 Monaten.
- Mit 100 € mehr im Monat ist er in 20 Monaten voll: 4 Monate früher.
So ändert sich die Zeit bis zum Ziel mit der Zahl der Monate, bei 400 € im Monat:
| Absicherung | Ziel | Zeit bis zum Ziel |
|---|---|---|
| 3 Monate | 6.300 € | 9 Monate |
| 6 Monate | 12.600 € | 24 Monate |
| 9 Monate | 18.900 € | 40 Monate |
| 12 Monate | 25.200 € | 56 Monate |
Diese Zahlen stehen schon im Rechner oben; ändere eine davon, und das Ergebnis passt sich sofort an.
Notgroschen aus dem Einkommen berechnen
Stell den Rechner auf Einkommen und gib dein monatliches Nettoeinkommen ein. Er nimmt 60 % davon als notwendige Ausgaben, die obere Linie für Notwendiges in einem ausgewogenen Budget. Bei 3.500 € netto sind das 2.100 € im Monat, genau wie im Beispiel oben. Ein, zwei Monate mit erfassten Ausgaben machen aus der Schätzung deine eigene Zahl.
Wo der Notgroschen am besten liegt
Ein Notgroschen wirkt am besten, wenn er innerhalb von ein, zwei Tagen verfügbar ist und getrennt vom Girokonto liegt: So siehst du ihn als eine Zahl, und er bleibt ganz. Üblich ist ein Tagesgeldkonto. Seine Aufgabe ist, da zu sein, wenn du ihn brauchst; Wachstum ist die Aufgabe deiner anderen Ziele.
So wächst er schneller
- Am Zahltag zurücklegen. Ein Dauerauftrag am Tag des Gehaltseingangs füllt den Notgroschen, bevor die Ausgaben des Monats beginnen.
- Den ersten Monat feiern. Ein Monat Fixkosten deckt schon die meisten Überraschungen: Autoreparatur, Zahnarztrechnung, neuer Laptop.
- Sonderzahlungen dazulegen. Steuererstattung, Bonus oder Weihnachtsgeld bringen das Datum um Monate näher.
- Nach dem Einsatz wieder auffüllen. Genau dafür ist er da; derselbe Monatsbetrag füllt ihn wieder.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?
3 bis 6 Monate notwendiger Ausgaben: Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen und Mindestraten. Bei 2.100 € Fixkosten im Monat sind das 6.300 € bis 12.600 €. Sechs Monate oder mehr passen bei einem Einkommen, Selbstständigkeit und Kindern im Haushalt.
Wie viele Nettogehälter als Notgroschen?
Oft genannt werden drei bis sechs Nettogehälter. Genauer ist die Rechnung mit deinen notwendigen Ausgaben, denn sie sind meist kleiner als das Gehalt. Ohne genaue Zahlen nimmt der Rechner 60 % des Nettoeinkommens als Fixkosten.
Erst Notgroschen oder erst Schulden tilgen?
Eine bewährte Reihenfolge: zuerst ein Start-Polster von einem Monat Fixkosten, dann Sondertilgungen auf teure Schulden wie den Dispo, dann der volle Notgroschen von 3 bis 6 Monaten. Das Polster hält überraschende Rechnungen vom Dispo fern, während die Schulden sinken.
Wo sollte man den Notgroschen anlegen?
Dort, wo du ihn innerhalb von ein, zwei Tagen erreichst und getrennt vom Girokonto, meist auf einem Tagesgeldkonto. Der Notgroschen ist für die Verfügbarkeit da, deshalb bleibt der Betrag stabil.
Was zählt als Notfall?
Eine Ausgabe, die notwendig, dringend und ungeplant ist: Einkommensausfall, Krankheit, eine dringende Reparatur an Auto oder Wohnung. Geplante Kosten wie Urlaub, Jahresversicherung oder Weihnachtsgeschenke gehören in eigene Sparziele.
Wie lange dauert es, einen Notgroschen aufzubauen?
Teile den fehlenden Betrag durch das, was du monatlich zurücklegst. 9.600 € bei 400 € im Monat dauern 24 Monate, bei 500 € sind es 20. Der Rechner zeigt dir auch den Kalendermonat.