Regel Nummer eins: erst sparen, dann ausgeben
Sparen klappt am besten, wenn das Geld am Monatsanfang zur Seite geht und du mit dem Rest planst. Richte einen Dauerauftrag zum Zahltag ein: Das Geld landet auf einem separaten Sparkonto oder Unterkonto, bevor du es für etwas anderes einplanst.
Für den Start reichen 10 % vom Einkommen. Bei 2.500 € netto sind das 250 € im Monat und 3.000 € im Jahr, rund 8 € pro Tag.
Einkommen aufteilen: vier Gruppen
Jede Ausgabe gehört in eine von vier Gruppen. Genauso teilt Groworth dein Geld auf:
| Gruppe | Richtwert | Bei 2.500 € |
|---|---|---|
| BEDARFMiete, Nebenkosten, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen | bis 60 % | bis 1.500 € |
| WÜNSCHERestaurant, Freizeit, Kleidung, Streaming und Abos | 10–30 % | 250–750 € |
| RÜCKLAGENNotgroschen, Sparziele, Altersvorsorge | ab 10 % | ab 250 € |
| SCHULDENRaten für Kredite; mit Baufinanzierung bis 33 % | bis 15 % | bis 375 € |
Die bekannte 50/30/20-Regel teilt das Einkommen ähnlich auf. Die Richtwerte oben lassen mehr Platz für BEDARF, weil Warmmiete und Nebenkosten in vielen Städten schon die Hälfte des Nettos ausmachen. Mit deinen eigenen Zahlen rechnest du das im Haushaltsbuch durch.
12 Tipps zum Geld sparen
- Dauerauftrag am Zahltag. Die Überweisung aufs Sparkonto läuft an dem Tag, an dem das Gehalt kommt. Jeden Monat derselbe Betrag, automatisch.
- 30 Tage lang Ausgaben notieren. Zwei Minuten am Tag, und nach einem Monat siehst du genau, wie viel in Lebensmittel, Mobilität und Kleinigkeiten fließt. Mit dieser Übersicht beginnt jeder Sparplan.
- Abos durchgehen. Drei Abos zu je 12 € sind 432 € im Jahr. Behalte die, die du jede Woche nutzt.
- Einkaufsliste und Wochenplan fürs Essen. Mit Liste wird der Einkauf kürzer und günstiger, Eigenmarken der Supermärkte sparen bei vielen Produkten ein Drittel, und geplante Mahlzeiten ersetzen den Lieferdienst.
- Die 48-Stunden-Regel. Bei Käufen über 100 € wartest du zwei Tage. Was du danach noch brauchst, kaufst du entspannt.
- Mittagessen von zu Hause. Dreimal pro Woche mitgebracht statt in der Kantine oder beim Imbiss: etwa 8 € × 12 = rund 96 € im Monat.
- Verträge einmal im Jahr vergleichen. Strom, Gas, Handy, Internet und Versicherungen. Für die Kfz-Versicherung ist der Stichtag meist der 30. November. Eine Stunde Vergleichen bringt oft ein paar hundert Euro im Jahr.
- Ein Notgroschen. Drei Monate BEDARF auf der Seite. Bei 1.500 € sind das 4.500 €; mit 250 € im Monat hast du ihn in 18 Monaten. Mit diesem Polster ist eine unerwartete Rechnung eine ruhige Überweisung.
- Die teuerste Schuld zuerst tilgen. Jeder Euro Sondertilgung sind Zinsen, die bei dir bleiben. Dispo und Kreditkarte kommen dabei meist zuerst dran. Rechne es im Kreditrechner nach, bei mehreren Schulden im Schuldenrechner.
- Ein Sparziel mit Betrag und Datum. „Urlaub: 2.000 € bis Juni“ sind 250 € im Monat über 8 Monate. Ein konkreter Betrag und ein Termin machen aus dem Zurücklegen einen Plan.
- Die Hälfte von jedem Extra in die RÜCKLAGEN. Gehaltserhöhung, Weihnachtsgeld, Steuererstattung: Die Hälfte geht aufs Sparkonto, die andere Hälfte genießt du. Die Steuererklärung bringt vielen Angestellten Geld zurück, also lohnt sich der Abend dafür.
- Der Wochenrückblick. Zehn Minuten am Sonntag: Wie viel ausgegeben, wie viel zurückgelegt, was steht nächste Woche an. Regelmäßigkeit bringt mehr als ein großer Vorsatz.
Wie viel Geld sollte man im Monat sparen?
Ein guter Start sind 10 % vom Nettoeinkommen. Wenn das drei Monate lang mühelos klappt, erhöhst du um 1–2 Prozentpunkte. So viel kommt im Jahr zusammen:
| Netto im Monat | 5 % | 10 % | 20 % |
|---|---|---|---|
| 1.800 € | 1.080 € | 2.160 € | 4.320 € |
| 2.500 € | 1.500 € | 3.000 € | 6.000 € |
| 3.500 € | 2.100 € | 4.200 € | 8.400 € |
Sparen mit wenig Geld
Der Prozentsatz zählt mehr als der Betrag. 5 % von 1.600 € sind 80 € im Monat, also 960 € im Jahr. Schon 2 € am Tag ergeben 730 € im Jahr. Fang mit dem Betrag an, den du mühelos schaffst, und erhöhe ihn mit jeder Gehaltserhöhung.
Beim Einkaufen sparen
- Einmal pro Woche einkaufen, mit Liste. Weniger Wege, weniger Spontankäufe.
- Eigenmarken statt Markenartikel. Bei Grundnahrungsmitteln, Drogerieartikeln und Reinigungsmitteln ist der Unterschied im Einkaufswagen deutlich, im Alltag kaum.
- Angebote in den Wochenplan einbauen. Erst den Prospekt, dann den Speiseplan: Was im Angebot ist, kommt diese Woche auf den Tisch.
- Lebensmittel und Restaurant getrennt erfassen. So siehst du die Wirkung jeder Änderung schwarz auf weiß.
Sparen lernen: jeden Tag eine kleine Entscheidung
Sparen ist eine Gewohnheit, und Gewohnheiten wachsen aus kleinen täglichen Entscheidungen. In Groworth sortierst du jeden Tag die Einkäufe von gestern in BEDARF, WÜNSCHE und RÜCKLAGEN. Dein Ziel hat einen Betrag, und das Level von 1 bis 100 zeigt den Weg dorthin: Level 100 heißt Ziel erreicht. Jeder zurückgelegte Euro, jede Sondertilgung und jede Investition hebt dein Level. Ausgaben trägst du von Hand ein oder lädst den Kontoauszug als CSV hoch, kostenlos.
Häufige Fragen
Wie kann ich am besten Geld sparen?
Mit zwei Schritten: einem Dauerauftrag über 10 % vom Nettoeinkommen am Zahltag und einem Monat, in dem du alle Ausgaben notierst. Danach siehst du, wo dein Geld hinfließt, und weißt, welche Ausgabengruppe du dir zuerst anschaust.
Wie viel Geld sollte man im Monat sparen?
Ein guter Richtwert sind mindestens 10 % vom Nettoeinkommen. Bei 2.500 € netto sind das 250 € im Monat. Wichtiger als der Betrag ist die Regelmäßigkeit: jeden Monat derselbe Betrag, am Zahltag.
Was ist die 50/30/20-Regel?
50 % vom Einkommen für Bedarf, 30 % für Wünsche und 20 % zum Sparen. Groworth arbeitet mit Richtwerten: BEDARF bis 60 %, WÜNSCHE 10–30 %, RÜCKLAGEN ab 10 %, SCHULDEN bis 15 % (mit Baufinanzierung bis 33 %).
Wie spare ich beim Einkaufen?
Wochenplan fürs Essen, einmal pro Woche mit Liste einkaufen, Eigenmarken wählen und die Angebote der Woche einplanen. Erfasse Lebensmittel getrennt vom Restaurant, dann siehst du die Wirkung jeder Änderung.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Meist werden 3 bis 6 Monate der Grundausgaben empfohlen, also der Gruppe BEDARF. Bei 1.500 € im Monat sind das 4.500 € bis 9.000 €.
Sparen oder Kredit zurückzahlen?
Beides lässt Geld bei dir: Rücklagen wachsen, und eine Sondertilgung senkt die Zinsen. Der Kreditrechner zeigt, wie viel Zinsen bei einer Sondertilgung bei dir bleiben. Vergleiche das mit dem Ziel, auf das du sparst.